Vollständiger Ausfall offenbart Versagen von Transdev auf ganzer Linie

Bürgermeisterkandidat Florian Lübeck und SPD-Fraktionsvorsitzender Jean Schramke kritisieren Transdev scharf.

 

Ab dem 8. Januar 2026 fällt die S-Bahnlinie S4 zwischen Hannover und Bennemühlen für mehrere Wochen vollständig aus. Als Grund nennt der Betreiber Transdev eine angespannte Fahrzeuglage infolge technischer Defekte, verzögerter Ersatzteillieferungen und personeller Engpässe in der Wartung. Ersatzweise soll ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden, der jedoch nur eingeschränkt und mit zusätzlichen Umstiegen funktioniert.

 

Die Gemeinde Wedemark ist von diesen Einschränkungen besonders stark betroffen. Für viele hundert Pendlerinnen und Pendler ist die S4 die zentrale Verbindung zur Arbeit, zu Ausbildungsstätten und Schulen in der Region Hannover. Der kurzfristig angekündigte Ausfall bedeutet für sie erhebliche Mehrbelastungen im Alltag.

 

„Was hier passiert, ist die Spitze des Eisberges von andauernden Verspätungen, ausfallenden Verbindungen und überfüllten S-Bahnen. Es ist ein Versagen auf ganzer Linie. Eine komplette Kommune wird faktisch vom S-Bahn-Netz abgekoppelt – und das mit kaum Vorlaufzeit. So geht man nicht mit den Menschen um, die täglich auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.“, kritisiert Jean Schramke, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Wedemark.

 

Besonders kritisch sehen Schramke und Lübeck den angekündigten Schienenersatzverkehr. Dieser ersetzt die S4 nicht vollwertig, zwingt Fahrgäste zu zusätzlichen Umstiegen und verlängert die Fahrzeiten erheblich – bei winterlichen Witterungsverhältnissen und absehbarer Überlastung.

 

Florian Lübeck, Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Wedemark erklärt:

 

„Der sogenannte Ersatzverkehr ist in Wahrheit keiner. Wer morgens zur Arbeit muss, kann sich auf solche Provisorien nicht verlassen. Mehrfache Umstiege, lange Wartezeiten und fehlende direkte Verbindungen sind den Menschen in der Wedemark schlicht nicht zuzumuten. Zudem ist eine Information nicht einmal 24 Stunden vor den Einschränkungen absolut inakzeptabel.“

 

Nach Auffassung von Lübeck und Schramke trägt Transdev die volle Verantwortung für Fahrzeugeinsatz, Wartung und Personalplanung.

 

„Transdev hat einen klaren Beförderungsauftrag. Interne Probleme dürfen nicht auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden“, so Jean Schramke weiter. „Hier zeigt sich ein massives Organisations- und Managementversagen, das nicht erst seit kurzem besteht.“

 

Gleichzeitig richten beide deutliche Erwartungen an die Region Hannover als zuständige Aufgabenträgerin.

 

„Wir wissen aus der Regionsverwaltung, dass der Verkehrsdezernent massiv Druck auf Transdev ausübt – das ist absolut richtig!“, betont Florian Lübeck. „Die Region Hannover wird aufgefordert diesen Kurs konsequent fortzusetzen und nicht nachzulassen. Transdev will offenkundig nur Geld aus der Region herausziehen, ohne angemessene Leistungen zu bieten. Die Region muss Transdev weiter unter massiven Druck setzen – im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger!“

 

Konkret fordern Florian Lübeck und die SPD-Fraktion:

 

  • eine sofortige deutliche Verbesserung des Schienenersatzverkehrs, insbesondere eine durchgehende Anbindung Richtung Hannover und zurück,
  • eine verlässliche, frühzeitige und transparente Fahrgastinformation,
  • sowie einen klaren Zeit- und Maßnahmenplan zur schnellstmöglichen Wiederaufnahme des regulären S4-Betriebs.

 

Abschließend stellen Lübeck und Schramke klar: „Die Wedemark ist kein Randgebiet, das man wochenlang abhängen kann. Wer Mobilität und Daseinsvorsorge ernst nimmt, muss jetzt liefern. Die Menschen erwarten zu Recht Lösungen – keine Ausreden. Wir werden nicht lockerlassen